Schwere Zeiten für Wojwod-Elf

Nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche gegen Tabellenführer BG Überruhr setzte es für die Wojwod-Elf die nächste Pleite. Dabei setzte es bei Kellerkind Sterkrade 06/07 eine deutliche 2:5 (1:2)-Niederlage, bei der der VfB sämtliche Tugenden vermissen ließ. Schwere Zeiten im Jahnstadion.

Sterkrade 06/07 - VfB Bottrop 5:2 (2:1).

Die frühe Führung durch Danny Steinmetz brachte nichts ein.
Die frühe Führung durch Danny Steinmetz brachte nichts ein.

"In der ersten halben Stunde hat nichts drauf hingedeutet, dass wir das Spiel so hoch verlieren würden", war Trainer Wojwod nach Schlusspfiff reichlich bedient. Und in der Tat, der VfB kam prächtig ins Spiel. Die Sterkrader waren gerade erst aus der Kabine gekommen, da stand es 1:0 für den VfB. Danny Steinmetz hatte getroffen. In der Folge war der VfB auch gut in der Partie, doch vor dem Tor nicht zwingend genug. Der Gastgeber kam im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser rein und näherte sich immer weiter dem Tor von Keeper Joel Frenzel an. Nach rund einer halben Stunde war es dann soweit und der VfB musste den Ausgleich hinnehmen. Da deutete dennoch noch nichts auf so ein Debakel hin, denn der VfB war nun gefordert. Mit dem Halbzeitpfiff dann der Rückstand, Kapitän Serkan Karaüzüm ging gegen seinen Ex-Club unnötig und ungestüm im Strafraum in den Zweikampf und es folgte der gerechtfertigte Elfmeterpfiff. Diese Chance ließ sich 06/07 nicht nehmen. So ging es mit einem Rückstand in die Pause, plötzlich hat der VfB alles aus der Hand gegeben.

Und im zweiten Durchgang wurde es einfach nicht besser, die Zielstrebigkeit fehlte, keine Durchsetzungskraft war zu sehen, die Jungs zeigten eine schlechte Körpersprache und konnten sich kaum Möglichkeiten erspielen. Im Gegensatz dazu die Sterkrader, die jetzt Morgenluft witterten und das Spiel gewinnen wollten. Mit dem 3:1 wurde dem VfB dann endgültig der Zahn gezogen. Eine mustergültige Flanke verwandelte der 06/07-Stürmer per Kopf. Ein schönes Tor, welches aber schlecht verteidigt wurde. Danach brachen alle Dämme und man kassierte noch Gegentreffer vier und fünf. Das 2:5 durch Gino Pöschl war nur noch Ergebniskosmetik. Unter der Woche geht es für die erste Mannschaft zum Pokalspiel nach Hibernia Alstaden. Die Laune dürfte sich, auch bei einem Sieg dort, aber bei wohl keinem Vfber verbessern.

 

VfB Bottrop: Frenzel, Solh (74. Brenne), Karaüzüm, Uslu, Görlich (58. Harm), Wunder, Berbero, Pöschl, Steinmetz, Dyballa (80. Krasniqi), Nawzad.

Tore: 0:1 Steinmetz (2.), 1:1 (31.), 2:1 (FE/45.), 3:1 (52.), 4:1 (81.), 5:1 (83.), 5:2 Pöschl (90.).