Lange VfB-Gesichter: Nur Dritte punktet

Wenig zu holen gab es für die VfB-Teams am Gründonnerstag. Die Erste verlor bei RWE II deutlich mit 0:4 und auch die Zweite musste sich im Derby bei den Welheimer Löwen mit 0:2 geschlagen geben. Die Drittvertretung spielte in Hirschkamp zwar remis, war aber dennoch unzufrieden.

RW Essen II - VfB Bottrop 4:0

(Landesliga)

 

Klare Kiste gegen den Tabellenführer, der bereits in der 9. Minute per Sonntagsschuss in Führung ging. Ein Abwehrversuch per Kopf kurze Zeit später landete direkt auf dem Kopf des Gegners und es stand schnell 2:0 für die Hausherren. "Die haben gerade in der ersten Halbzeit Gas gegeben wie die Feuerwehr, denn der Trainer aus der Ersten, Waldemar Wrobel, war als Zuschauer da", wusste Mevlüt Ata.

 

Die Essener ließen den Ball schön laufen und erspielten sich weitere Chancen. Kurz vor der Pause erhöhte die RWE-Reserve auf 3:0 und sorgte für Ernüchterung beim VfB-Coach. Der Treffer zum Endstand fiel dann in der 72. Spielminute. "Der Gegner war heute einen Tick besser. Meine Spieler standen einfach zu weit weg vom Gegner und zeigten wenig Gegenwehr. Wir haben nicht besonders gut gespielt und den Jungs fehlt momentan das Selbstvertrauen. Die Jungs haben sich zwar in der zweiten Hälfte bemüht, aber das war zu wenig. Die Mannschaft hat monatelang alles gewonnen und nun haben wir eine kleine Krise - ob gewollt oder nicht gewollt. Die Spieler sind unzufrieden und sind solch eine Situation nicht mehr gewöhnt. Wir müssen wieder Selbstvertrauen bekommen und spielerisch wieder dort hinkommen, wo wir am Ende der Hinrunde waren. Jetzt kommt es darauf an, dass wir eine Mannschaft sind und gemeinsam daran arbeiten. Am Montag steht uns ein schweres und wichtiges Spiel bevor. Wenn wir hier nicht gewinnen geht's Richtung Keller", gibt der VfB-Coach zu Protokoll, der mit seinem Team den Tabellendreizehnten, ASV Wuppertal, am Ostermontag im Jahnstadion zu Gast hat. Eine durchaus machbare Aufgabe für das Ata-Team und vielleicht der Weg zurück zur alten Stärke.

Quelle: aufmplatz.net

Welheimer Löwen -  VfB Bottrop II 2:0

(Kreisliga B)

 

Die Löwen gestalten die Rückrunde weiter erfolgreich und fuhren einen klaren Heimsieg gegen die VfB-Reserve ein. "Wir haben das Spiel voll im Griff gehabt", so Thomas "Netzer" Ochojski, der Coach der Welheimer. Von der ersten bis zur letzten Minute bestimmten die Platzherren das Spiel und erspielten sich immer wieder Torchancen, die im ersten Durchgang teilweise vergeben wurden.


Nach der Halbzeitpause hatten die Welheimer das Spiel weiter in der Hand und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Treffer für die Gastgeber fiel und so erzielte Marcel Schwulerra in der 50. Spielminute den Führungstreffer für die Welheimer. Die Gäste konnten zeitweise die Chancen der Löwen abwehren, doch im zweiten Durchgang war die Luft dann raus und in der 70. Spielminute packte Daniel Galonska noch einen drauf und erzielte das zweite Tor für die Gastgeber. "Die Welheimer Löwen haben sich den Sieg verdient, wir sind mit dem letzten Aufgebot nach Welheim gefahren und konnten die Ausfälle nicht kompensieren. Wir haben viel zu wenig nach vorne investiert", erklärte der Gäste-Coach Marek Weglecki.

 

Die Ausfälle nutzten die Löwen aus und Trainer Ochojski war mit seiner Mannschaft mehr als zufrieden: "Es hat Spaß gemacht, denen heute zuzugucken, die Jungs waren einfach faszinierend und wir haben das Spiel bestimmt und der Sieg war absolut verdient."

Quelle: aufmplatz.net

1. FC Hirschkamp - VfB Bottrop 1:1 (1:0)

(Kreisliga C)

 

In unzufriedene Gesichter schaute man nach Schlusspfiff auch bei der Drittvertretung: Beim 1. FC Hirschkamp kam man trotz hochkarätiger Chancen im zweiten Durchgang nicht über ein 1:1 hinaus und tritt in der Tabelle damit auf der Stelle.

 

Trainer Björn Schnieder musste verletzungsbeding sein Team im Vergleich zum Sonntag erneut umbauen: Gleich sechs Positionen mussten neu besetzt werden. Dementsprechend holprig war der Beginn der Schwarz-Weißen. Hirschkamp war lediglich aufs Verteidigen aus, machte das mit einer Vierer- und einer Fünferkette jedoch geschickt. Der VfB fand nicht die richtigen Mittel und leistete sich einen folgenschwerer Patzer: Nach einem eklatanten Fehlpass konnte ein Oberhausener allein auf das VfB-Tor zulaufen und versank den Ball mühelos. "In der Halbzeit haben wir nochmal auf die Fehler hingewiesen, die wir im Spielaufbau gemacht haben. Wir wussten, wie Hirschkamp spielen würde und hatten das vorher besprochen, aber leider haben wir im ersten Durchgang noch die falschen Mittel gewählt", erklärt Schnieder.

 

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Der VfB spielte nun wesentlich häufiger in die Spitzen, kam in den Rücken der Abwehr und erspielte zahlreiche Tormöglichkeiten. Eine führte zu einem Elfmeter, als Jörn Watterodt von den Beinen geholt wurde. Niklas Geilich traf, musste aber wiederholen, weil der Unparteiische noch nicht angepfiffen hatte. Doch auch beim zweiten Versuch hielten die Nerven. Danach begann ein Sturmlauf und der VfB berannte das Tor des 1. FC. Die größte Chance vergab kurz vor dem Schlusspfiff Michael Chysky, der aus kurzer Distanz am Aluminium scheiterte. "Es ist heute ein wirklich zwiespältiges Gefühl. Einerseits muss ich mit der Mannschaft hart ins Gericht gehen, weil sie es in der ersten Hälfte wirklich schlecht gespielt hat. Andererseits mussten wir erneut viele Umstellungen vornehmen und haben in der zweiten Hälfte wirklich alles probiert. Dass man dann aufgrund eines einzigen Torschusses der Heimmannschaft die Punkte nicht mitnehmen kann, ist einfach nur ärgerlich", bilanzierte der Trainer. Vize-Kapitän Watterodt trauerte vor allem den vielen vergebenen Chancen hinterher. "Was wir in der zweiten Halbzeit herausgespielt haben reicht normalerweise für drei Spiele. Da musst du das zweite Tor machen und dann fragt niemand mehr danach, wie die erste Hälfte war", so der Innenverteidiger.

 

Der Sturm auf die Top 3 der Tabelle ist damit vorerst gestoppt. "Unser Problem ist neben der Chancenverwertung vor allem die Konstanz gegen Teams, die hinter uns stehen. Wir haben gegen Rhenania, 1911 und Alstaden gepunktet. Aber wenn du hier nicht gewinnst, kannst du oben nicht angreifen. Wir müssen jetzt aber Geduld beweisen, auch wenn das allen schwer fällt und mir sicher am meisten. Die Mannschaft ist neu in dieser Liga und lernt Woche für Woche dazu. Das wird sie im Rest der Rückrunde noch beweisen", bleibt der Coach weiter optimistisch. Bereits am Montag kann der VfB wieder auf die Siegesspur zurückkehren: Dann gastiert der SV Rhenania III im Jahnstadion.

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