Derbysieger!

Der VfB hat in der Landesliga einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt und feierte im Derby gegen den SV Rhenania einen extrem wichtigen 1:0-Erfolg. Für die zweite und dritte Mannschaft verlief der Saisonstart dagegen noch nicht nach Maß.

VfB Bottrop – SV Rhenania Bottrop 1:0 (0:0)
(LL, 1. Spieltag)

 

Zugegeben, es war kein fußballerischer Leckerbissen, den die rund 450 Zuschauer im Jahnstadion beim Derby gegen den SV Rhenania zu sehen bekamen, doch es war eine intensive und spannende Begegnung. Und am Ende des Tages zählte nur eines: Der Derbysieg und damit die ersten drei ganz wichtigen Punkte in der Landesliga.

 

Nach einem nervösen Beginn setzten zunächst die Gäste das erste Ausrufezeichen. Kevin Wenderdel köpfte auf das Tor des VfB, doch Marco Rinski und die Latte verhinderten den Rückstand. Wenig später verbuchten dann aber auch die Schwarz-Weißen einen Aluminiumtreffer. Mohamed Bouterfas scheiterte mit einem Kopfball. Kurz vor der Pause musste der Offensivspieler dann allerdings verletzungsbedingt passen.

 

Im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern dann zunächst ein ähnliches Bild. Beide Seiten wussten spielerisch nicht zu glänzen, doch der VfB stellte mit zunehmender Spielzeit das agilere Team und wurde nach einer Ecke belohnt. Deniz Yesil wurde im Strafraum sträflich allein gelassen und köpfte zum Jubel der VfB-Anhänger unbedrängt zur Führung ein. Im Anschluss wurde es dann noch einmal hektisch. Die Rhenanen warfen alles nach vorne, dezimierten sich aber auch noch selbst. Eine Undiszipliniertheit von Samet Kanoglu ahndete der Schiedsrichter mit einem Platzverweis. Die letzten Minuten überstand die Mannschaft dann unbeschadet und konnte schließlich kräftig durchatmen.

 

„In einem Derby kannst du kein schönes Spiel erwarten. Meine Spieler wollten viel, aber sie brannten nicht. Sie waren zunächst sehr nervös, aber sie haben bis zum Schluss gekämpft“, äußerte sich Trainer Mevlüt Ata nach dem Abpfiff gegenüber der WAZ. hw

VfB Bottrop II – SV Rhenania Bottrop II 1:2 (0:1)
(KL B, 1. Spieltag)

 

Im Vorspiel fand das kleine Derby statt und das endete mit einer knappen 1:2-Niederlage für die zweite Mannschaft. „Wir haben im Gegensatz zu den Rhenanen unsere Chancen leider nicht genutzt“, haderte Trainer Marek Weglicki nach dem Schlusspfiff.

 

Nach dem 0:2-Rückstand bestrafte Nicolai Stangenberg zehn Minuten vor dem Ende einen Fehler in der Hintermannschaft der Rhenanen zum Anschlusstreffer. Danach warf der VfB alles nach vorne, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Schade, denn diese Niederlage hatten wir nicht verdient“, so Weglicki weiter. hw

VfB Bottrop III - SV 1911 Bottrop II 1:2 (1:1)
(KL C, 1. Spieltag)

 

Zwei Standards entschieden die Partie der dritten Mannschaft zu Gunsten des Gastes SV 1911 II: der personell gebeutelte VfB verlor trotz Führung mit 1:2.
Die ersten Hiobsbotschaften gab es schon vor dem Anpfiff. Neben dem feststehenden Ausfall von Stürmer Dominic Münst musste Abwehrchef Jörn Watterodt ebenso passen wie Stefan Wilms. Doch zu Beginn ließ sich der Gastgeber davon nicht schocken und erwischte den besseren Start: Niklas Geilich schloss einen gut vorgetragenen Angriff satt ab und besorgte das 1:0. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Björn Schnieder wurden dann allerdings größer: zunächst konnte der Gast nach einem diskutablen Freistoß per Abstauber das 1:1 erzielen, anschließend musste Niklas Geilich mit einer Oberschenkelverletzung nach gut 30 Minuten ausgewechselt werden.
Nach dem Seitenwechsel fiel dann schnell die Entscheidung: zwei Minuten nach Wiederanpfiff zeigte der Unparteiische auf dem Punkt. Ein umstrittener Strafstoß, doch Andreas Nowak verwandelte zum 2:1. Im Anschluss drückte der VfB, erspielte sich gute Gelegenheiten, traf Pfosten und Latte - aber nicht das Tor. "Wir haben uns den Start natürlich anders vorgestellt, man hat uns die Ausfälle schon angemerkt. Aber letztlich haben zwei Standards gegen uns entschieden, ein Remis wäre durchaus verdient gewesen. Das ist kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Wir werden weiter arbeiten und hoffentlich auch punkten", blickt der Coach voraus, wollte zu den spielentscheidenden Pfiffen des Schiedsrichters jedoch nichts sagen. "Das ist einer der besten, die wir haben. Ich kann die Szenen nicht abschließend beurteilen, aber er wird sich dabei schon etwas gedacht haben."

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