VfB-Teams wollen Wiedergutmachung

Auf geht es in die nächste Runde. Nachdem am vergangenen Wochenende alle drei Seniorenteams eine Niederlage einstecken mussten, sind die Mannschaften nun auf Wiedergutmachung aus. Allerdings warten schwere Aufgaben.

VfB Bottrop – 1. FC Bocholt
(LL, So., 15 Uhr)

 

Nach drei Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen hat der VfB am Sonntag den 1. FC Bocholt zu Gast, der sich auch als Traditionsverein bezeichnen darf, seine Hochzeiten jedoch deutlich später als der VfB Bottrop hatte. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahren spielte der Verein in der damals noch zweigleisigen 2. Bundesliga Nord. In dieser Zeit spielten die Bocholter auch fünf Mal im DFB-Pokals. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war dabei sicherlich der Einzug in das Viertelfinale, wo man 1983/1984 erst gegen den FC Bayer München mit 1:2 scheiterte. Zuletzt pendelten die Bocholter in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zwischen der Landes-, Verbands- und Oberliga.

 

Der Saisonstart der Bocholter verlief erfolgreich. Nach zwei Spieltagen ist die Mannschaft noch ohne Gegentor und Niederlage. Vier Punkte stehen nach einem 4:0 im Lokaderby gegen den SC Bocholt 26 und einem 0:0 gegen den ESC Rellinghausen auf dem Konto. hw

VfB Bottrop II – SC Viktoria 21
(KL B, So., 13 Uhr)

 

Nach der 1:7-Pleite am Dienstag gegen Dostlukspor Bottrop II ist die Reserve auf Wiedergutmachung aus. Allerdings wird das gegen den SC Viktoria 21, der noch ohne Punktverlust ist, keine leichte Aufgabe. „Wir wollen gegen den VfB nachlegen“, hatte SCV-Trainer Matthias Pech bereits nach dem Derbysieg über den SV 1911 Bottrop angekündigt.

VfB Bottrop III – SC Viktoria 21 II
(KL C, So., 17 Uhr)

 

Den Saisonstart hatte sich die Drittvertretung des VfB ganz anders vorgestellt. Nach gelungener Vorbereitung ging das erste Heimspiel gegen den SV 1911 II trotz Führung mit 1:2 verloren. Der Ärger nach der Niederlage bei Dostlukspor III, die ohne Schiedsrichter unter höchst zweifelhaften Umständen zu Stande kam, ist noch nicht verflogen, da kommt ein Spitzenteam ins Jahnstadion: der SC Viktoria II konnte bisher die optimale Punkteausbeute erzielen.

 

Unter der Woche versuchte man beim VfB nun, die Konzentration wieder Richtung Viktoria II zu lenken – was nicht so einfach war. „Diese Niederlage beschäftigt das ganze Team sehr. Wir haben auch lange über einen möglichen Einspruch diskutiert, ihn aber wegen der geringen Erfolgsaussichten verworfen. Die Mannschaft fühlt sich um den Lohn ihrer Arbeit gebracht“, fasst Trainer Björn Schnieder die Gemütslage seines Teams zusammen. Dass aus diesem Frust auch große Motivation entstehen kann, weiß auch der Coach, der auf eine entsprechende Jetzt-erst-recht-Reaktion hofft. „Wir müssen jetzt versuchen, diesen Ärger umzuwandeln. Wir haben uns für diese Saison viel vorgenommen und laufen jetzt schon der Musik hinterher. Da müssen wir auch nach einem solchen Spiel die Backen zusammenkneifen und endlich punkten“, fordert Schnieder. Personell ist die Lage noch einigermaßen unklar, durch Verletzungen entscheidet sich der Einsatz einiger Spieler erst kurzfristig. Einsatzfähig ist aber Abwehrchef Jörn Watterodt, der bis dato noch kein Meisterschaftsspiel bestreiten konnte.  "Jörn fühlt sich gut und wird spielen. Sein Fehlen hat uns weh getan, dass er jetzt wieder dabei ist hat Signalwirkung auf die ganze Mannschaft", ist sich der Coach sicher.

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