Mi

16

Jul

2014

„Haben mich als einen der ihren aufgenommen“

Niklas Seeger aktueller Jugendtrainer D1 VfB Bottrop, hat eine aufregende Woche hinter sich gebracht. Er wurde vom Jugendvorstand auserwählt um bei den Madrilenen zu hospitieren um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die WAZ stellte drei Fragen an Niklas Seeger in denen er einen Einblick über das Erlebte gewährt.

WAZ: Herr Seeger, der VfB-Jugendleiter Raif Yalcin hat sich vor Monaten nach einer versteckten Kamera umgeschaut, als er von Real Madrid kontaktiert wurde. Ein Jugendtrainer des Gastvereins durfte sogar Teil des Trainerteams sein und Neues für den Verein lernen. Wie haben Sie reagiert, als es Sie getroffen hat?

 

 

Seeger: Ich habe mich sehr gefreut, vor allem, weil ich gerade meine C-Lizenz bestanden habe und die dort gelernten Dinge direkt anwenden konnte. Mit Real zu arbeiten ist eine große Chance. Mit dem spanischen Trainer Ivo Guerrero vom Real-Nachwuchszentrum habe ich mich auf Englisch ausgetauscht. Aber es waren alles professionelle Leute hier.

 

WAZ: Sie behandelten Sie also wie einen der ihren?

 

Seeger: Ja, sie haben mich sehr gut aufgenommen, es war, als ob wir uns alle schon lange kennen. Ich machte, was sie machten, und sie machten, was ich machte. Für uns hat der Fußballtag um 8.30, spätestens 8.45 Uhr begonnen. Zunächst wurde besprochen, was an diesem Tag trainiert werden sollte, anschließend wurden die Trainer auf Stationen verteilt. Diese Stationen bildeten eine Art Rundlauf und jeder von uns hat im Laufe des Tages jede Station betreut. Nach dem Mittagessen ging es weiter mit den Übungen. An den beiden letzten Tagen haben wir nachmittags in Turnierform gespielt.

Niklas Seeger
Niklas Seeger

WAZ: Was ist Ihnen am Training nach der Real-Schule besonders aufgefallen und haben Sie Geschmack daran gefunden?

 

Seeger: Die Übungen sind für alle Kinder gleich, also für die verschiedenen Altersstufen. Sie sind aber umbaubar, je nach der Leistungsfähigkeit der Kinder, indem zum Beispiel die Frequenz einer Übung erhöht oder gesenkt wird. Und es werden ständig Anreize gegeben. Wir haben die Kinder mit taktischen Stresssituationen konfrontiert, beispielsweise mit dem 4:3-Überzahlspiel, und haben dann geschaut, wie sie darauf reagieren. Mit den Real-Jungs durch Deutschland zu reisen und dabei zu sein, wie die Auswahl weitergeht, würde mich sehr reizen. Aber ich bin auch glücklich beim VfB.

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