Keine Punkte im letzten Heimspiel

Der vorletzte Spieltag der Saison 2014/2015 entsprach zugleich dem letzten Heimauftritt unserer Schwarz-Weißen in der Landesliga. Der Abstieg in die Bezirksliga ist seit einiger Zeit besiegelt, und so wollte sich unsere Elf erhobenen Hauptes vom Heimpublikum verabschieden. Doch leider ging der große Wunsch, nochmal einen Heimdreier einzufahren, nicht in Erfüllung.

VfB Bottrop - SpVg. Schonnebeck 0:3 (0:1)
(Landesliga)

 

Es hat einfach nicht gereicht, der designierte Meister aus Essen war eine Nummer zu groß für die Elf von VfB-Trainer Mevlüt Ata. Ohnehin waren die Vorzeichen keine allzu guten, da die Bottroper personell arg gebeutelt in die Partie gingen. Zwar konnte eine ansprechende erste Elf aufgeboten werden, auf der Ersatzbank nahmen aber nur Keeper Dave Brenk und A-Jugend-Spieler und Trainer-Sohn Mert Ata Platz. "Aus dem Vollen schöpfen" sieht wahrlich anders aus. 

 

In den ersten Minuten hielten die Gastgeber den Ligaprimus erfolgreich vom eigenen Gehäuse weg, die erste nennenswerte Szene gehörte sogar der Heimelf: Eine Flanke aus dem Halbfeld fand den Weg zu Daniel Späth, der an diesem Tag die einzige nominelle Spitze bekleidete; der Stürmer setzte den Kopfball aber hauchdünn am langen Pfosten vorbei. Erst im Anschluss wachten die "Schwalben" so richtig auf und prüften VfB-Keeper Marco Rinski im direkten Gegenzug zum ersten Mal. 
Nach 25 Minuten nahm die Partie dann aber doch den erwarteten Verlauf, als Schonnebecks Emrah Cinar im VfB-Sechzehner an den Ball kam und das runde Leder ins lange Eck nagelte. Auf Seiten der Hausherren war die Luft im Anschluss raus, zu groß war die Ernüchterung nach dem Gegentreffer. So ging es mit einem verdienten 0:1 in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Durchgang fanden die Bottroper nicht mehr zurück zu ihrem Spiel. Die Gäste übernahmen mehr und mehr das Zepter des Handelns und deuteten in einigen Offensivaktionen ihre Klasse an, wenngleich sie sich vor dem VfB-Tor oft zu inkonsequent zeigten. Kevin Wagener hatte nach 62 Minuten aus dem Nichts heraus zwar die große Chance auf den schmeichelhaften Ausgleich, als sein Distanzschuss vom Außenpfosten abprallte; es war zugleich aber auch die letzte große Möglichkeit.

In der Folge verdiente sich Rinski im VfB-Gehäuse Bestnoten, als er sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt. Arian Reimann prüfte den Schlussmann aus der Distanz ebenso wie Lukas Reppmann, der es mit einem Fallrückzieher aus kurzer Entfernung versuchte. Auch Volkan Yerek hätte die Entscheidung frühzeitig besorgen können, vergab aber freistehend aus 10 Metern. 

 

In der 82. Minute war es dann aber so weit, Reppmann nutzte einen Stellungsfehler der VfB-Abwehr zum 0:2 aus; nur Sekunden später klingelte es erneut im Netz des VfB-Tores, diesmal musste Yerek aus kurzer Distanz nur noch einschieben. 0:3 - das Spiel war gelaufen. Mit dem Endergebnis waren die Hausherren noch gut bedient, die Essener ließen weitere Chancen fahrlässig liegen oder rutschten auf dem nassen Geläuf aus. 

 

"Für uns war einfach nicht mehr drin, dazu hatte ich personell keine Alternativen und konnte nicht reagieren", äußerte sich Ata im Anschluss, "Schonnebeck entspricht aber auch nicht unserem Maßstab. Uns bleibt nur, den Gästen zum Aufstieg zu gratulieren. Wir dagegen müssen nun zusehen, dass wir uns für die Saison in der Bezirksliga formieren." 

Am kommenden Wochenende gastiert die VfB-Elf zum Abschluss noch bei den Sportfreunden Niederwenigern, danach schließt sich für die Bottroper vorerst das Kapitel Landesliga.

VfB Bottrop II – Rhenania Bottrop II 5:0 (4:0)

(Kreisliga B)


Die ersatzgeschwächten Rhenanen, die nur zu zehnt antraten, hatten der VfB-Reserve nur wenig entgegensetzen. Julian Stuchlik, Marc Wittstamm, der vom Elfmeterpunkt traf, sowie Marcel Knizik, der A-Jugendliche Cem Sakiz und Routinier Kai Barwich machten den 5:0-Erfolg perfekt. „Schwer war das nicht. Die Jungs haben den Ball laufen lassen, hätten aber noch einige Tore mehr machen müssen“, so VfB-Trainer Christian Paul.

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