Praest stellt dem VfB ein Bein

Der VfB Bottrop hat im Kampf um die vorderen Tabellenplätze den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen, gegen den RSV Praest unterlag unsere erste Mannschaft mit 1:4 (1:1). Unsere Zweite dagegen hat sich beim 4:0 gegen Nord aus der Krise geschossen.

VfB Bottrop – RSV Praest 1:4 (1:1)

(Bezirksliga, 16.Spieltag)

 

Es war nach Friedrichsfeld die zweite Heimniederlage für den VfB Bottrop, die das Zwischenhoch der Englischen Woche wieder beerbt hat. Gegen den RSV Praest machte am Ende einfach die Effektivität den Unterschied, die Emmericher gingen nach gut 20 Minuten in Führung, Nico Andreadakis egalisierte eine Viertelstunde später, als er sich auf dem Flügel durchtankte, nach innen zog und den Ball ins lange Ball setzte (37.). Nach dem 1:1 ereignete sich die entscheidende Phase, Devin Müller und der eingewechselte Pierre Weyerhorst vergaben gute Chancen, auf 2:1 zu stellen. "So ist Fussball, wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, dann kassierst du hinten einen", sagte Trainer Mevlüt Ata. Gesagt, geschehen, eine Viertelstunde vor Schluss gingen die Gäste etwas schmeichelhaft in Front. Die Art und Weise, wie Praest operierte, nämlich vorrangig lange Bälle zu schlagen, ist fussballerisch kein Sahnehäubchen, aber es sei "einfach zu spielen, ist schnell und wenn man die passenden Leute vorne hat, auch effektiv", so Ata. Danach musste unsere Elf aufmachen, um noch etwas mitzunehmen. Der RSV nahm die Einladung an und entschied binnen vier Minuten das Spiel. So stand es am Ende 1:4, Trainer Ata nahm es sportlich. "Wir haben 70% Ballbesitz, aber keine Punkte. Praest hat es heute geschickt und einfach gemacht, wir sind natürlich enttäuscht, aber man muss auch sehen, dass wir jetzt zwei intensive Spiele in den letzten Tagen hatten, deshalb kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

VfB Bottrop II – Sterkrade-Nord II 4:0 (1:0) (Kreisliga A, 14.Spieltag)

 

Nach dem Rücktritt Efkan Basars übernahm Sascha Bartsch wieder dessen Aufgaben und coachte gemeinsam mit Aziz Rachidi unsere Zweite Mannschaft zu einem enorm wichtigen Sieg. Gegen Sterkrade-Nord II hieß es am Ende 4:0, es war aber im ersten Durchgang durchaus ein hartes Brot, das es zu brechen galt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde brachte Ahmet Katircioglu unseren VfB im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke per 18m-Distanzschuss auf die Siegerstraße. Fortan kontrollierten unsere Schwarz-Weißen weitestgehend das Geschehen, "wir haben quasi nichts zugelassen in der ersten Hälfte", lobte Bartsch nach dem Spiel. Nach dem Seitenwechsel passierte dann der spielentscheidende Augenblick. Nachdem der Unparteiische zurecht auf Freistoß für den VfB entschieden hatte, wurde er vom Nord-Keeper beleidigt und durfte so aus dem schmuddeligen Novemberwetter frühzeitig unter die heiße Dusche (60.). Ein Spieler musste ins Tor, den Elfmeter verwandelte Katircioglu zum 2:0 (61.) - Doppelpack. Danach brachen die Gäste völlig auseinander, wir spielten uns in einen Rausch. Mohammad Alhakim setzte sich auf der Außenbahn gegen gleich drei Gegenspieler durch, behielt das Auge für Bekir Karakullukcu, den er per Querpass bediente und der aus wenigen Metern problemlos auf 3:0 erhöhte (68.). "In der Phase hätten wir noch einige Tore mehr erzielen können", sagte Bartsch später mit einem Lächeln, "ich denke aber, wir haben heute bewiesen, dass wir keine Thekenmannschaft sind, wie wir ja tituliert wurden. Die Ruhe im Spiel war wieder da, eine stabile Hintermannschaft, sodass daraus der Erfolg resultierte. Ich bin absolut zufrieden." Schlusspunkt war das 4:0 von Alhakim selbst in Minute 90. Für Bartsch als Trainer war es in dieser Saison der zweite Sieg im zweiten Spiel bei 9:1 Toren, er wird für die nächste Zeit erst einmal weitermachen. Für den VfB bedeutet der Sieg in diesem wichtigen Sechs-Punkte-Spiel einmal kräftig entlüften im Abstiegskampf.

 

Unsere dritte Mannschaft hat indes den achten Saisonsieg eingefahren, bei den Bottroper Haien gewann das Team von Jörn Watterodt mit 2:0 (1:0). Die Tore erzielten Michael Chysky und Marvin Kersjes.

 

Glück Auf

Tristan Berghoff

 

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