Desolater VfB verliert verdient das Derby

Der VfB Bottrop kassierte die zweite Niederlage in Serie und zeigte sich am Sonntagnachmittag nicht Derby-tauglich. Der SV Fortuna kaufte dem VfB von Beginn an den Schneid ab und machte schnell deutlich, dass das Derby an diesem Sonntag nur einen Sieger haben konnte. Der VfB fand trotz glücklicher Führung zu keiner Zeit ins Spiel.

Machte eine überragende Partie und verhinderte viele weitere Gegentreffer: Felix Schürmann.
Machte eine überragende Partie und verhinderte viele weitere Gegentreffer: Felix Schürmann.

Entsprechend lange Gesichter gab es in den Reihen des VfB. Während die Fortunen den verdienten Sieg feierten, schlichen die Schwarz-Weißen mit hängenden Köpfen vom Platz. Es war die 22. Minute als Delowan Nawzad nach Ecke von Gino Pöschl das 1:0 für die Hausherren köpfte. Und diese Führung fiel wahrlich aus dem Nichts. Denn zuvor konnte Felix Schürmann im Tor der Gastgeber sein ganzen Können zeigen und verhinderte mit bärenstarken Paraden immer wieder die Fortunen-Führung. Zweimal Ralf Thiel, Marcel Siwek und Ex-VfBer Nico Andreadakis verzweifelten an den Künsten des VfB-Keeper, ehe Nawzad sein Saisondebüt mit einem Tor krönte. Neben einem Freistoß von Gino Pöschl war dies die einzige Offensivaktion des VfB. Doch anstatt mit der Führung im Rücken Sicherheit zu bekommen, war es weiter der SV Fortuna, der die Akzente setzte. Nach Flanke von Cem Sakiz köpfte Nico Andreadakis wuchtig den Ausgleich. Richtig, es war Andreadakis der einköpfen konnte und wenn der kleinste Mann auf dem Feld per Kopf treffen darf, kann sich jeder denken wie sträflich verteidigt wurde. Noch vor der Pause drehte Fortuna gänzlich das Spiel. Wiederum nach Pass von Sakiz stellte Marcel Siwek auf 2:1 für die Gäste. Gefährlich wurde es in der ersten Halbzeit nur noch einmal. Nach Flanke von Pöschl bugsierte Strickerschmidt das Leder fast ins eigene Tor. Dann ging es in die Pause. Wer dachte, der VfB kommt mit einem anderen Gesicht aus dieser, musste sich leider eines Besseren belehren lassen. Kein zwei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff traf Strickerschmidt per Freistoß erst die Latte, im Nachgang schlenzte Marcel Leidgebel das Leder unhaltbar ins Eck. Nun gut, immerhin hatte der VfB noch über vierzig Minuten Zeit das Spiel zu drehen, doch ein Aufbäumen, geschweige denn Offensivaktionen  des VfB waren fortan nicht mehr zu sehen. So traf Siwek für Fortuna noch mal die Latte und Justin Wunder flog nach groben Foulspiel berechtigterweise kurz vor Schluss vom Platz. Wenig später ertönte auch schon der Schlusspfiff. Nun gilt es sich für die kommenden Aufgaben neu zu sammeln und wieder in die Spur zu kommen. Das wird am nächsten Sonntag beim Gastspiel bei Adler Osterfeld aber sicherlich alles andere als einfach.

 

VfB Bottrop: Schürmann, Solh, Karaüzüm, Nawzad (80.Istek), Pöschl, Steinmetz (71. Wunder), Uslu, Dyballa (52. Stanczyk), Türkü, Berbero (52. Görlich), Cin.

Tore: 1:0 Nawzad (22./Pöschl), 1:1 Andreadakis (28.), 1:2 Siwek (37.), 1:3 Leidgebel (47.).

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Kommentare: 1
  • #1

    Holzfäller (Montag, 26 August 2019 13:13)

    Diese Körpersprache von Spieler und insbesondere vom Trainer (arrogant)zeugt nicht von Harmonie zwischen Linienchef und Mannschaft
    hier könnte bald wieder eine Trainerstelle frei werden.