Zweite verliert Spitzenspiel

Mit hängenden Köpfen verließen die Kicker der VfB-Reserve die Anlage auf Jacobi. Zum einen weil sie sicherlich kein gutes Spiel gemacht haben, zum anderen, weil sie dann aber trotz Führung durch einen unfassbaren Elfmeterpfiff um den Lohn ihrer Mühen gebracht wurden. 1:2 (1:0) verlor man das Spitzenspiel bei BW Fuhlenbrock.

Oktay Cin erzielte die 1:0-Führung.
Oktay Cin erzielte die 1:0-Führung.

"Es war heute ein ganz schweres Spiel für uns. Nimmt man nur die erste Halbzeit, müssen wir uns auch mit der Niederlage zufrieden geben. Denn da kam viel zu wenig von uns. Nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit sind wir natürlich total enttäuscht und was den Elfmeterpfiff angeht auch sprachlos. Wir hatten zur Pause das Spiel umgestellt und dann auch die Fuhlenbrocker im Griff, dieser eine Elfmeterpfiff war der Knackpunkt", resümierte ein zutiefst enttäuschter VfB-Trainer Daniele Lepori. Und sein Kollege Alex Teichert pflichtete ihm bei: "Du kannst das Spiel verlieren, ok, aber das Wie macht es am Ende so unverständlich. Jetzt müssen wir die Mannschaft unter der Woche wieder in die Spur bekommen". Was war geschehen? Der Rechtsaußen der Fuhlenbrocker, Adrian Reiß ging über Außen mit Gegenspieler Kevin Jäschke in den Zweikampf und ging zu Boden als der Schiedsrichter plötzlich Elfmeter gab. Unverständnis auf der einen, Lachen auf der anderen Seite. Denn jeder der rund 200 Zuschauer hatte gesehen, dass der Zweikampf vier Meter außerhalb des Strafraums war. Und das ist nicht übertrieben. Adrian Reiß ließ sich jedenfalls nicht lumpen und traf zum Ausgleich nach einer Stunde.

Felix Schürmann hielt in der ersten Hälfte seine Farben im Spiel.
Felix Schürmann hielt in der ersten Hälfte seine Farben im Spiel.

"So viel Glück wir auch in der ersten Halbzeit hatten, da können wir gerne schon deutlich im Rückstand sein, umso bittere war dieser Pfiff. Ich bin mir sicher, Fuhlenbrock hätte in der zweiten Halbzeit kein Tor mehr geschossen. Mit dem Ausgleich waren sie wieder da", ärgerte sich Lepori, der aber keineswegs die Fuhlenbrocker Leistung schmälern wollte. In der Tat hatten die VfBer im ersten Abschnitt Glück, da rettete Keeper Felix Schürmann einige Male in höchster Not. Und wie es dann im Fußball ist, nutzte Oktay Cin einen Fuhlenbrocker Fehler in der Defensive zur eigenen Führung. Zuvor hatte Florian Röhring einen Schuss ganz knapp neben das Tor gesetzt. "Wir hatten uns viel vorgenommen und nur wenig davon umgesetzt. In den ersten Minuten haben wir viel zu ängstlich agiert und viel zu viele Fehler gemacht. Hinterher wurde es besser, da haben wir endlich dagegengehalten", weiß Teichert. Mit der ersten richtigen Torchance dann im zweiten Abschnitt macht Fuhlenbrock das 2:1 zehn Minuten vor Schluss. Und auch das war nur durch einen VfB-Fehler möglich. "Und da müssen wir ganz klar zugeben, hatten wir nichts mehr entgegenzusetzen, obwohl wir alles gegeben haben. Wir sind unglaublich enttäuscht, da hilft es auch nicht, dass sich der Schiedsrichter für seinen Fehltritt nach dem Spiel bei uns entschuldigt", ist Teichert geknickt, "trotzdem natürlich Glückwunsch nach Fuhlenbrock!" "Auch wenn es heute spielerich bei uns nicht lief, hätten wir eine kämpferisch gute Leistung gerne belohnt, nun müssen wir vernünftig weiterarbeiten", so Lepori abschließend. Bereits in der kommenden Woche steht nämlich das schwere Spiel gegen TuS Buschhausen an.

 

VfB Bottrop II: Schürmann, Acar (81. Laaks), Wilbahn, Teschke, Jäschke, Bakalorz (52. van Bruck), Gajda, Lagogiannis (52. Demircan), Röhring, Cin (71. Kutz), Riesner.

Tore: 0:1 Cin (40.), 1:1 Reiß (FE/59.), 2:1 (78.).