VfB-Reserve setzt Ausrufezeichen

Die VfB-Reserve hatte mit dem VfR 08 Oberhausen II zum Rückrundenauftakt einen dicken Brocken vor der Brust. Mit den Oberhausenern war der Tabellenzweite und die torhungrigste Mannschaft zu Gast im Jahnstadion. Ohne Punkte ging es aber wieder Richtung Heimat.

VfB Bottrop II - VfR 08 Oberhausen II 4:1 (2:0).

Sahan Acar warf sich in jeden Zweikampf und ging voran.
Sahan Acar warf sich in jeden Zweikampf und ging voran.

Der VfB wusste auf was es an diesem Mittag ankam. Die Stärken des VfR bekamen die Mannen von Trainerteam Lepori/Teichert bereits im Hinspiel zu spüren, da ging der VfB mit 1:4 baden. "Heute kam es auf die Mentalität an, auf die Zweikampfführung und auf den Willen. Und diese Tugenden haben wir in dieser Form in dieser Saison noch nie so gut auf den Platz gebracht wie heute. Ein riesen Kompliment an die Mannschaft", freute sich Trainer Daniele Lepori über den Auftritt seiner Mannschaft. Und auch Trainerkollege Alex Teichert war happy: "Wir mussten die verdammt starke Offensive des VfR aus dem Spiel nehmen und das ist uns einfach hervorragend gelungen. Ein Knobloch, der insgesamt bereits 34 Tore auf seinem Konto hat, hat in neunzig Minuten nur einmal auf unser Tor geschossen. Das sagt alles!" Dabei standen die Vorzeichen für einen Sieg gar nicht so gut, Leistungsträger wie Maurice Riesner und David Gajda fielen verletzt aus, der Kader war klein. Und so ging es auch ins Spiel, in das der VfR besser reinkam. Schiedsrichter Jürgen Skoda sollte in der Folge eine schwierige Partie vor der Brust haben mit vielen kniffligen Entscheidungen.

Fetih Ermek überragte als Innenverteidiger und nahm VfR-Stürmer Knobloch aus dem Spiel.
Fetih Ermek überragte als Innenverteidiger und nahm VfR-Stürmer Knobloch aus dem Spiel.

"In der Anfangsphase hatten wir Glück, weil die Oberhausener ein in meinen Augen klares Tor nicht bekommen. Gehen wir da in Rückstand, kann das Spiel anders laufen", so Lepori. Der Schiedsrichter entschied in beschriebener Szene auf Abseits. Von nun an aber führte der VfB die Zweikämpfe härter, ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen und setzte nach vorne selber Nadelstiche. Noch besser lief es dann als auf Handelfmeter für den VfB entschieden wurde. Julian Mali schnappte sich das Leder und schoss unhaltbar ein. Wenig später hätte es den zweiten Elfmeter geben können als Martin Renneberg von den Beinen geholt wurde. Diesmal blieb die Pfeife stumm. Wenig später ließ Renneberg dann seinen Frust vollen Lauf, sein abgefälschter Schuss nach eigener Balleroberung schlug über den Torwart der Oberhausener zum 2:0 ein. Nun galt es eine zehnminütige Druckphase der Oberhausener zu bestehen um unbeschadet in die Pause zu gehen.

Musste nach starker Vorstellung vorzeitig mit gelbrot vom Platz: Wesley Bakalorz.
Musste nach starker Vorstellung vorzeitig mit gelbrot vom Platz: Wesley Bakalorz.

Und die zweite Halbzeit sollte es dann in sich haben. Erst erzielte Jan Kania das 3:0 für den VfB. Nach einem Freistoß legte Teschke per Kopf rüber, Kania vollendete. Weiter ging es dann mit einem groben Foulspiel von VfR-Mittelfeldmann Yusuf Acikgöz in Höhe der Mittellinie an Wesley Bakalorz. Da war viel Frust in der Aktion, folgerichtig gab es die rote Karte. In Überzahl dann die einzige Nachlässigkeit in der zweiten Halbzeit der VfB-Abwehr. VfR führt einen Freistoß kurz aus, Flanke, Kopfball, Tor. Noch einmal Hoffnung bei den Gästen, zumal danach Wesley Bakalorz ebenfalls vorzeitig zum Duschen musste. Gelbvorbelastet spielte er ein weiteres Foulspiel. Die nächste Entscheidung sollte wieder eine fragwürdige Entscheidung sein. Hazar Türkü wird vom Gästekeeper Mirco Remmerde zwanzig Meter vor dem Tor gefällt und kommt zum Staunen aller mit der gelben Karte davon. Fünf Minuten später machte es Türkü dann besser, von der Mittellinie aus gestartet, umkurvte er Remmerde und vollendete zur Entscheidung. Der Drops war gelutscht. Mit dem Sieg pirschten sich die VfB-Mannen auf fünf Punkte an Tabellenplatz zwei heran.

 

VfB Bottrop II: Schürmann, Ermek, Teschke, Kania (64. Cin), Wilbahn, Acar, Bakalorz, Renneberg, Mali (86. Laaks), Röhring, Türkü (89. Kutz).

Tore: 1:0 Mali (HE/21.), 2:0 Renneberg (31.), 3:0 Kania (55./Teschke), 3:1 (62.), 4:1 Türkü (85./Cin).

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Acikgöz (VfR 08/58./grobes Foulspiel). Gelbrote Karte Bakalorz (70.).