VfB Bottrop steht im Finale!

Der VfB Bottrop hat die harte Nuss Sterkrade-Nord im Pokalhalbfinale geknackt und das Ticket fürs Kreisfinale gebucht. Gegen den Oberligisten aus Oberhausen zeigte die Wojwod-Elf eine fulminante Leistung und siegte verdient mit 2:0 (1:0). Im Finale wartet jetzt der Ligakonkurrent SV Fortuna Bottrop auf den VfB.

VfB Bottrop - SpVgg Sterkrade-Nord 2:0 (1:0).

Delowan Nawzad wurde eingewechselt und traf dann zum 2:0.
Delowan Nawzad wurde eingewechselt und traf dann zum 2:0.

"Wir haben die ganze Woche an unsere Chance heute geglaubt und am Ende muss ich ganz ehrlich sagen, haben wir hier das Spiel verdient gewonnen", freute sich VfB-Trainer Patrick Wojwod nach Spielende. Und auch sein Gegenüber, Jörn Berg, der Trainer der Sterkrader pflichtete ihm bei: "Der VfB war heute galliger und spritzigert als wir. Wir wollten ins Finale, am Ende sind wir verdientermaßen gescheitert", so der faire Übungsleiter. Patrick Wojwod schaffte es, seine Mannen auf den Punkt fit zu bekommen. Denn in der Tat wirkte der Bezirksligist in vielen Phasen des Spiels spritziger als der Oberligist. "Klar hatten wir eine sehr intensive Woche, aber das lasse ich nicht als Ausrede gelten. Wir haben es einfach heute nicht geschafft unser Potenzial abzurufen", ergänzt Berg. Und im Lager des VfB war man happy. "Wir müssen den Sack schon eher zu machen, dann steht das Spiel auch nicht bis zum Schluss auf Messers Schneide. Am Ende hat es aber gereicht", so Wojwod. Gemeint hat er sicherlich einen Bilderbuchkonter in der zweiten Halbzeit. Nach einem langen Ball von Kudret Kanoglu auf seinen Bruder Samet Kanoglu, spielte dieser seinen sofort mitgelaufenen Bruder wieder frei. Kudret umkurvte einen Gegner, spielte mustergültig zurück auf Samet, der nun frei vor dem Tor stand. Anstatt das Leder dann einfach über die Linie zu drücken, umkurvte er erst den Torhüter, dann einen weiteren Gegenspieler, um dann einen Meter vor dem Tor an einem weiteren Nordler auf der Linie zu scheitern. Unnötig! "In der Szene weiß Samet selbst, dass er die Pille schnörkellos reinmachen muss, was soll ich mich jetzt aber darüber aufregen. Ich hoffe er lernt aus dieser Situation", weiß Wojwod.

Murat Berbero und Samet Kanoglu bejubeln die 1:0-Führung.
Murat Berbero und Samet Kanoglu bejubeln die 1:0-Führung.

Der VfB Bottrop war von Beginn an gut im Spiel, über neunzig Minuten war kein Zweiklassenunterschied zu sehen. Immer wieder konnte die Wojwod-Elf den Spielaufbau der Nordler stören und selbst nach vorne Akzente setzen. Nach rund zwanzig Minuten dann die Führung für die Gastgeber, nach einen kapitalen Fehler in der Nord-Abwehr brach Murat Berbero über rechts durch, passte in die Mitte zu Samet Kanoglu, der den Ball nur noch über die Linie bugsieren musste. Von Nord kam nach vorne nicht wirklich was. Ein weiterer guter Konter hätte schon in Halbzeit eins zur 2:0-Führung führen können, doch David Foicik versagten beim letzten Pass die Nerven. So ging es mit einer knappen Führung in die Pause. In Abschnitt zwei gab es insgesamt zwei gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. "Wir haben uns einfach zu wenig Chancen rausgespielt. Das muss man klar festhalten", so Gäste-Coach Berg. VfB-Keeper Joel Frenzel machte jedenfalls beide Chancen mit tollen Paraden zu Nichte. Auf der Gegenseite dann der eben beschriebene Konter über die Kanoglu-Brüder, der zum 2:0 führen musste. Die Führung kam dann fünf Minuten später in der Nachspielzeit. Der eingewechselte Marvin Stanczyk brach in den Strafraum der Gäste und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Ergo gab es den Strafstoß, den der eingewechselte Delowan Nawzad sicher verwandelte. Im Pokalfinale trifft man nun auf den SV Fortuna Bottrop, der sich mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den Landesligisten Arminia Klosterhardt durchsetzte.

VfB Bottrop: Frenzel, Solh, Pieritz, Senyüz, Berbero (88. Kukuczka), Steinmetz, Harm, Pöschl (77. Stanczyk), Fojcik (50. Nawzad), K.Kanoglu, S.Kanoglu.

Tore: 1:0 K.Kanoglu (Berbero/21.), 2:0 Nawzad (Stanczyk/90.+2/FE).

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