VfB-Reserve betreibt Wiedergutmachung

Nach der desolaten Vorstellung und der 2:4-Niederlage gegen SC Buschhausen 12 II zeigte die zweite Mannschaft des VfB Bottrop rund vierzig Stunden später ein ganz anderes Gesicht und besiegte PSV Oberhausen deutlich mit 7:1 (1:1). Dabei pfiff der starke Schiedsrichter sogar sechs Minuten zu früh ab.

VfB Bottrop II - PSV Oberhausen 7:1 (1:1).

Der Knoten ist geplatzt: Dennis Hiddemann traf dreifach.
Der Knoten ist geplatzt: Dennis Hiddemann traf dreifach.

Am Freitag herrschten lange Gesichter beim VfB. Nach einer desolaten Vorstellung gab man im zweiten Auswärtsspiel wieder völlig unnötig die Punkte ab. "Das schlimme ist, es war so ein unengagierter Auftritt mit so unfassbar vielen individuellen Fehlern, dass die Niederlage sogar verdient war. Und das gegen eine Mannschaft, die uns fußballerisch nimmer das Wasser reichen kann. Wenn ich an Freitag denke, bin ich trotz der guten Reaktion am Sonntag, immer noch bedient", gibt Trainer Daniele Lepori einen Einblick in die Gemütslage, sein Partner Alex Teichert ist indes froh über eine gute Reaktion: "Wir haben nach dem Spiel deutliche Worte gefunden. Das Auftreten dann gegen PSV zeigte, dass die Jungs es endlich verstanden hat, das man in der Kreisliga B Fußball arbeiten muss." Gegen PSV Oberhausen, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls sechs Zähler auf dem Konto hatten, zeigte der VfB von Beginn an eine gute Leistung. Man kam in die Zweikämpfe, bewegte sich besser, stand stabiler und erspielte sich Chancen.

Julian Banko überzeugte und belohnte sich mit einem Kopfballtreffer.
Julian Banko überzeugte und belohnte sich mit einem Kopfballtreffer.

So traf der erstmals von Beginn an spielende Michael Kutz erst den Pfosten, ehe er wenige Minuten später wunderbar auf Björn Benninghoff auflegte, der zum 1:0 vollendete. Der VfB hatte alles im Griff, ließ aber das 2:0 liegen. Nach rund einer halben Stunde ließ sich die Mannschaft verunsichern, was das Trainerteam mit dem schlechten Auftritt von Freitag begründete. In dieser Zeit kam der PSV zu seinen einzigen drei Torschüssen. Erst rettete David Molitor auf der Linie, dann Pfiff der Schiedsrichter nach Foulspiel von Julian Banko auf den Elfmeterpunkt. Keeper Benjamin Klug war zwar dran, doch er verhinderte nicht das 1:1. Kurze Zeit später tauchte ein PSV-Stürmer alleine vor Klug auf, diesmal verhinderte der VfB-Keeper den Einschlag. Mit 1:1 ging es in die Pause. Aus dieser kam der VfB wie ausgewechselt, im zweiten Abschnitt fand der Gast nicht mehr statt. Sven Ingler markierte schnell die Führung, ehe Dennis Hiddemann einen Doppelpack nachlegte. Dominik Meißner, Julian Banko per Kopf und wiederum Dennis Hiddemann schraubten das Ergebnis auf 7:1 hoch. "Das tat uns allen jetzt mal ganz gut, ich denke, wir haben den Hebel nun umgelegt bekommen", so Teichert. Bitter war an diesem Sonntag nur, dass der emsig aufspielende Michael Kutz bereits nach zwanzig Minuten ausgewechselt werden musste. Bis dahin hatte er eine ganz starke Partie gespielt.

VfB Bottrop II: Klug, Molitor, Bakalorz, Banko, Benninghoff (69. Mali), Lagogiannis (76. Helaili), Meißner, Riesner, Ingler (67. Blasberg), Kutz (18. Kaawar), Hiddemann.

Tore: 1:0 Benninghoff (Kutz/14.), 1:1 (38./FE), 2:1 Ingler (Riesner/46.), 3:1 Hiddemann (Meißner/60.), 4:1 Hiddemann (Kaawar/62.), 5:1 Meißner (Blasberg/76.), 6:1 Banko (Blasberg/78.), 7:1 Hiddemann (Mali/84.).