VfB rettet Punkt in der Nachspielzeit

Das war nichts aus Sicht der zweiten Mannschaft des VfB Bottrop. Gegen das Ligaschlusslicht FC Bottrop reichte es für den VfB nur zu einem Punkt. Und den ergatterte man sich in der vierten Minute der Nachspielzeit als wieder einmal Gino Pöschl zum Ausgleich traf. Zuvor spielte man 50 Minuten in Unterzahl. 

FC Bottrop - VfB Bottrop II 1:1 (0:0).

Kark Kukuczka ging vorzeitig duschen.
Kark Kukuczka ging vorzeitig duschen.

„Ich bin richtig verärgert und sehr enttäuscht. Wir stellen uns ständig selbst ein Bein, weil wir einfach nicht die nötige Disziplin an den Mann bringen. Du kannst es einfach nicht immer kompensieren, wenn du ständig in Unterzahl spielen musst“, ärgerte sich Trainer Daniele Lepori. Der VfB spielte ungewohnt ballunsicher, spielte viele Fehlpässe und kam mit den nassen Bedingungen überhaupt nicht zurecht. Im Gegenzug dazu der Gegner, der alles reinhaute und bis zum Umfallen kämpfte. „Und davon haben wir uns beeindrucken lassen. Nichtsdestotrotz müssen wir in der ersten halben Stunde in Führung gehen, da lassen wir einfach dicke Möglichkeiten liegen und wundern uns dann, wenn es in Unterzahl richtig schwer wird“, so Lepori. Joel Zander, Gino Pöschl und Oliver Koczy hatten allesamt Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den Torhüter der Gastgeber. Der FC Bottrop blieb mutig ohne aber richtige Torchancen zu haben. 

Gino Pöschl war wieder in der Nachspielzeit erfolgreich.
Gino Pöschl war wieder in der Nachspielzeit erfolgreich.

Die Situation änderte sich, als Karl Kukuczka nach einem Allerweltsfoul die gelernte Karte bekommt. „Es war das erste Foul von Karl und nicht mal ein schlimmes, dafür eine zweite gelbe zu ziehen, naja“, passte Lepori der Platzverweis gar nicht. Torlos und mit einem Mann weniger ging es in die Pause. Da hatte der VfB zwar mehr Spielanteile, konnte sich aber nichts zwingendes erspielen, sondern agierte fast nur mit langen Bällen, die kaum in die Spitze zu Joel Zander kamen. Zu allem Überfluss gingen die Gastgeber kurz nach der Pause in Führung und feierten fortan jede noch so kleine erfolgreiche Situation. Die besseren Möglichkeiten hatten nun auch die Gastgeber, konnten aber kein zweites Tor erzielen. „Wenn man heute der Mannschaft was zu Gute halten will, dann, dass sie auch im Unterzahl nicht aufgegeben hat und am Ende sogar belohnt wurde. Auch wenn die Leistung unterm Strich ungenügend war“, resümierte Lepori. Erst gab es einen klaren Handelfmeter für den VfB nicht, dann zählte der vermeintliche Ausgleich durch David Overfeld nicht. Da hatte der VfB die Hintermannschaft längst aufgelöst, selbst Keeper Tom Kaczmarek war die ganze Nachspielzeit nur noch vorne zu finden. Mit dem Schlusspfiff traf Gino Pöschl aus sechzehn Metern zum Ausgleich und rettete so dem VfB wenigstens noch einen Punkt. In der kommendem Woche gegen SuS 21 Oberhausen ist aber dringend eine Leistungssteigerung von Nöten.

 

VfB Bottrop II: Kaczmarek, Banko, Overfeld, Kukuczka, Bakalorz (46. Teschke), Straßek (85. Müller), Röhring (73. Benninghoff), Pöschl, Riesner (60. Meißner), Koczy (55. S. Ingler), Zander. 

Tore: 1:0 (54.), 1:1 Pöschl (90.+4).

Besondere Vorkommnisse: gelbrote Karte Karl Kukuczka (VfB II/42.).